Schülerrat Sennwald
Partizipation in der Schule
Unter dem Begriff Partizipation versteht man die Einbindung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungsprozessen und Ereignissen, welche sie direkt oder indirekt betreffen. Partizipation wird entscheidend geprägt von der Haltung der Erwachsenen den Kindern gegenüber. Die Erwachsenen müssen Bereitschaft zeigen, die Kinder als vollwertige Menschen ernst zu nehmen und Verantwortung abgeben zu können.
Ein Schülerrat fördert vor allem die Selbst- und Sozialkompetenz. Die Kinder erleben Demokratie hautnah. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und erkennen, dass gemeinsam und gewaltlos etwas verändert werden kann. Durch Diskussionen lernen sie sich korrekt und verständlich auszudrücken und überzeugende Argumente zu finden. Um gemeinsam über ein Thema zu sprechen, müssen sie einander gut zuhören und auf Aussagen eines Gesprächspartners eingehen können. Des Weiteren lernen sie Rücksicht auf andere zu nehmen und andere Meinungen zu akzeptieren.
Schülerrat der Primarschule Sennwald
Die Primarschule Sennwald hat sich grundsätzlich für das Vollversammlungssystem entschieden, wobei zusätzlich eine Arbeitsgruppe, die School Group, gegründet wurde.
Beim Vollversammlungssystem sind immer alle Kinder anwesend. Der Schulbetrieb wird unterbrochen und sämtliche Klassen treffen sich in einem Rat. In der Primarschule Sennwald werden Ideensammlungen oder Diskussionen in den Klassenräten geführt. Nachher trifft man sich wieder im Rat um Beschlüsse zu fällen oder im Plenum nochmals zu diskutieren.

Die School Group
Die School Group besteht momentan aus 4 Mitgliedern der 4./5. Klasse und trifft sich regelmässig (1 Mal/Woche). Sie wird von zwei Lehrpersonen betreut und vorerst noch geleitet. Hauptsächlich besteht die Aufgabe der School Group darin, Vorschläge aus den Klassenräten zu diskutieren und auszuwerten. Des Weiteren bereitet sie die Vollversammlung vor und übernimmt deren Leitung. Dazu gehört auch das Führen des Protokolls.
Ziele und Themen
Das Ziel des Schülerrats ist es langfristige Veränderungen herbeizuführen. Dies erfordert „grosse“ und „offene“ Themen, die den Schülern und Schülerinnen genügend Raum zur Entfaltung bieten können. Grundsätzlich wird ein Thema über einen längeren Zeitraum behandelt.
Seit Beginn des 2. Semesters 09/10 beschäftigen wir uns mit dem Thema „sicherer Schulweg“. Dieses Thema wurde von den Lehrpersonen gewählt. Natürlich liegt es aber auch in unserem Sinne, dass die Kinder selbst Vorschläge für nächste Themen einbringen.